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Ich
möchte Ihnen ein Denkmodell für den Transport größerer
Steine vorstellen.
Mir ist
bewusst, dass man den Ägyptern nicht die Erfindung des Rades
zuspricht. Die Streitwagen wurden bekanntlich erst von den
Hyksos (1648-1550 v. Chr.,
15./16. (17.)Dynastie) eingeführt. (Hyksos »Herrscher
der Fremdländer«;
wahrscheinlich Phönizier, die über Syrien-Palästina
mit Streitwagen während der zweiten Zwischenzeit, kampflos
das Nildelta übernahmen und in Folge, durch ihre
Überlegenheit, in ganz Ägypten tributpflichtige
Vasallen einsetzten. Dadurch blieb Ober-Ägypten
scheinselbständig.)
Der allgemeine Transport
ließ sich auf den ungepflasterten Wegen sicher ohne Räder
besser bewältigen. Die Bewohner der Nordfriesischen
Inseln kennen heute noch ihren Schlickschlitten für
Bewegungen über das Watt. Während der
Überschwemmung kann man auch keine Räder brauchen. Für
den Transport zu den größeren Lagerhäusern bot
sich zudem der Nil an. Wagen waren somit für den
allgemeinen Bedarf überflüssig. Für die
Bewegung größerer Steine wäre ein Fahrzeug mit
notgedrungen großen Rädern ungeeignet. Auch heutzutage
werden dazu kleine Räder in dichtem Abstand benötigt.
Dazu hätte die Achse allerdings zu groß ausfallen
müssen. Dann kommt es auf eine Rolle hinaus, da die Achse ja
auch noch befestigt werden müsste. Hinzu kommt noch, dass
nicht das Rad an sich, sondern die metallene Radnabe, die
entscheidende Erfindung des Rades ist. Mit einer Holzachse in
einem Holzloch können Sie das Rad vergessen. Das kann Ihnen
jeder Pfadfinder beweisen. Auch eine, mit dem Rad fest verbundene
Holzachse, würde sich an der Befestigung, erst recht unter
Last, durchscheuern. Dazu kommt noch, dass auch später alle
Achsen starr mit dem Wagen verbunden waren. Ein vierrädriger
ließ sich also nicht lenken. Die Erfindung der
metallenen Achse und Nabe machte die Überlegenheit der
Hyksos über 1000 Jahre später aus. Dadurch wurden die
Streitwagen zu den Rennwagen der Antike. (Wie man die Schmierung
vornahm kann ich Ihnen momentan allerdings nicht sagen. Sie
müsste vor jedem Einsatz erfolgt sein. Bleibt noch die Frage
des Schmiermittels.)
Überlegt werden sollte auch
einmal, welchen Vorteil große Steine gegenüber kleinen
beim Bau bieten. Ich persönlich ziehe es vor, mehr Kubik
leichter auf einmal zu bewegen, als mir mit wenigen einen »Wolf«
zu laufen. Wenn nun mehr Leute für den
Schlitten-Transport benötigt werden, als einzelne tragen
würden, geht die Effektivität
verloren.
Transportarbeitern aber Verstand abzusprechen,
kann nur Leuten einfallen, die sich an einem Getränkekasten
verheben. Die Barken hatten bestimmt nicht nur die
sichelförmige Bauweise, um sie als ägyptische kenntlich
zu machen. Durch die verminderte Auflagefläche ließen
sie sich auf Schlamm besser wieder ins Wasser schieben. Dass
sie sich dabei wippen ließen, kann so dummen Menschen gar
nicht aufgefallen sein. Wenn die heutige Gelehrtenschaft schon
den Arbeitern keinen Verstand zurechnet, dann sollten sie sich
vor Augen halten, dass die damaligen Aufsichtspersonen heutigen
Ingenieuren entsprachen. Die können sie natürlich
auch noch als Idioten ansehen, das berührt mich nicht.
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Spannen läßt sich das Seil natürlich
auch noch auf andere Weise. Der Holzbedarf ist für dieses
Baukastenprinzip gering. Ein paar Kanthölzer, oder Bohlen
reichen dazu. Auch der Materialverschleiß ist geringer,
als bei Schlitten, oder Rollen. Hinzu kommt, dass selbst
weiche Hölzer dafür geeignet sind. Und das nahe
Fayum-Becken war zur damaligen Zeit eine bekannte, waldreiche
Landschaft. Hartholz musste aus dem Libanon teuer eingeführt
werden.
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Schon zwei Arbeiter können diese Last
mehrere Kilometer am Tag bewegen, ohne sich zu verausgaben. Dass
bei dem Zusammenbau keine vollständige Rundung entsteht,
kann sich sogar als Vorteil erweisen. Die Überwindung
dieser Hürde bedarf nur geringem Kraftaufwand. Dass
dennoch Verschleißerscheinungen im Wirbelbereich auftraten,
dürfte Orthopäden nicht verwundern. (Und
Sicherheitsschuhe waren wegen Schweißgeruch verpönt.)
:o))
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